Hat man nun auch diese Surfkultur hinter sich gelassen, deren Philosophie es stets war, lieber in einem heruntergekommenen Campervan zu schlafen und als Küchenhilfe im Fish and Chips Shop zu arbeiten als Strand und Surfboard verlassen zu müssen, ist es schwer seine Augen auf die Straße zu richten, fährt man doch entlang einer spektakulären Steilküste mit unwirklich-schönen Stränden. Hier wo tausende Matrosen und Passagiere in den unberechenbaren Meeresströmungen und gefährlichen Klippen ihr Leben lassen mussten, gibt es endlosen Wanderwege und Aussichtsplattformen mit endlosen Fototouristen in ihrem hoffnungslosen Versuchen die Schönheit dieser Naturerscheinung einzufangen. Der wahrscheinlich spektakulärste Abschnitt ist dann auch gleich mit einem biblischen Namen versehen worden: 12 Apostel. Diese allein im Meer stehenden Klippen, deren Anzahl von ursprünglich neun auf sechs zusammengeschrumpft ist (12 Apostel klingt einfach besser), finden sich auf fast jeder Tourismusbroschüre für Australien und doch können die Fotos nicht jenen Eindruck der Schönheit beschreiben, den der Anblick dieser Apostel auslöst. Vielleicht die falsche Jahreszeit, vielleicht zu kalt zum Surfen und doch bleibt der Eindruck der unbeschreibbaren Naturschönheit. Mit einer Fahrt auf der Great Ocean Road werden die dem Reisenden die Romantiker vertrauter.
Samstag, 23. Juli 2011
Great Ocean Road
Montag, 18. Juli 2011
Darwin: Zwischen Aboriginals, Backpackern und Krokodilen
Diese Indigene Kultur trifft in Darwin auf die partysuchenden Backpacker vornehmlich aus Europa. Schläft man in einem der preiswerten und wenig sauberen Hostels hat man jeden Tag andere Zimmergenossen aus Frankreich, Belgien, Dänemark und natürlich aus Deutschland, deren Anzahl den größten Teil aller Backpacker ausmacht. Was sie suchen ist ihnen wahrscheinlich selbst nicht völlig klar aber alle finden sie das, was Darwin im Sommer ausmacht: Sonne, Frontiergesellschaft, tropische Langsamkeit, einsames Outback und natürlich Krokodile, die etwa neunzig Prozent der Schlagzeilen in der lokalen Zeitung ausmachen. Diese Krokodile kann man entweder im nächstgelegenen Billabong (australisch für eine Art kleinen See, der entsteht, wenn große Teile des Flut- und Flussgebietes in der Trockenzeit austrocknen) oder aber auf einer der vielfältigen Zuchtstationen bestaunen. Hier lernt man, dass Salzwasserkrokodile deshalb so heißen, nicht etwa weil sie in Salzwasser leben, ganz im Gegenteil bevorzugen sie Flüsse und Billabongs, sondern weil ihre Nieren auch Salzwasser vertragen, so dass sie in Flussmündungen leben oder kurzzeitig aufs Meer hinausschwimmen können, um Nahrung zu finden. Der Anblick dieser Tiere ist aber vor allem eine Lehrstunde des Respektes: einem fast fünf Meter großen und über 500 Kilo schwerem Croc will man badend nicht begegnen außer man ist der „Crocodile Dundee“.
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