Es ist gar nicht so einfach sich an das Ausspucken von Weinen zu gewöhnen, deren Flaschenpreis zwischen 20 und 50 Dollar liegt. Glück wer einen Mitbewohner hat, der weil aus der Weinbranche kommend einem alles Fachmännisch erklären kann. Zuerst die Farbe betrachten, die den für die Weinsorte typischen Charakter ausweisen sollte. Wichtig ist der nächste Schritt: das Schwenken des Glases. Hier kommt der Wein in Berührung mit Sauerstoff und kann so erst sein Bouquet entfalten. Ohne Sauerstoff kein Geschmack. Der wahrscheinlich wichtigste Schritt bei der Weinverkostung ist das Riechen. Man sollte die ersten für den Wein typischen Eigenschaften erkennen: fruchtig, hölzern, würzig und hunderte weitere. Interessant welch eigene Sprach die Weinwelt entwickelt hat zur Typologie der Weine: so kann ein Riesling „kerosinartig“ sein und manch ein Wein aus Neuseeland wird mit „sweating armpits“ beschrieben. Sobald es zum Kosten kommt darf man sich vom Schlürfgeräusch des Nebenmannes nicht ablenken lassen, sondern muss es ihm gleich tun. Das charakteristische Schlürfen entsteht, sobald der Weinkenner mit einem Schluck im Mund Sauerstoff einzieht und damit den Wein überdeckt. Wir wissen ja bereits, wie wichtig die Verbindung beider Elemente ist. Guter Wein verbreitet nun verschiedene Charakteristika zu verschiedenen Zeiten und es ist nun Zeit diese herauszuschmecken. Vielleicht ungelenk aber mit Selbstbewusstsein erfolgt nun das Entleeren des guten Tropfens in den dafür vorgesehenen Spucknapf. Eindeutig ein wesentlicher Bestandteil einer Verkostung, kann man doch nach wenigen Gläsern Weingenusses keinen Unterschied mehr feststehlen, nachdem der nächst immer auch der Beste geworden ist.
Adelaide und Umgebung gelten als die besten Weinregionen Australiens und können es bei manchen Weinen mit der europäischen Konkurrenz aufnehmen. Die Adelaide Hills sind vor allem für ihren Shiraz bekannt aber auch wunderbare Weißweine findet man hier. Unteranderem einen Riesling, der ein kräftiges Apfelaroma beinhaltet, in dem man aber auch Spuren von Mandarinen findet, zumindest wenn er aus der prestigeträchtigen „Petaluma“ Weingut stammt. Von „Shawn and Smith“ ist neben dem Shiraz der Sauvignon Blanc zu empfehlen, der neben seinem fruchtigen Pfirsicharoma einen leichten Unterton von Bananen entfaltet. Nicht vergessen sollte man den Chardonnay, dessen teuerste Variante von dem schon genannten „Petaluma“ Gut stammt, der aber auch bei anderen Gütern gut sein kann. Als ein Wein, der in Eichenfässern gelagert wird, entfaltet er einen holzigen Geschmack, der von Fruchtaromen durchbrochen wird. Wer Wein liebt, liebt die Hills.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen